Interessenvertretung und Förderung

1. Selbsthilfe und Interessenvertretung

Der band deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke e.V. / Bundessparte Übersetzer im Verband deutscher Schriftsteller (VS) in ver.di (VdÜ), gegründet 1954, ist der Berufsverband der Literaturübersetzerinnen und Literaturübersetzer. Er vertritt ihre Interessen in der Öffentlichkeit, gegenüber den Vertragspartnern und deren Verbänden. Ihm gehören über 900 freiberufliche Übersetzer an. Mitgliedern bietet der Verband Information, Weiterbildung, Rat und Unterstützung sowie Rechtsschutz. Der VdÜ ist eingebunden in den Verband deutscher Schriftsteller (VS) in der Gewerkschaft ver.di.

Sehr informativ ist auch ein Besuch auf den Internetseiten des österreichischen Schwesterverbandes: Interessengemeinschaft von Übersetzerinnen und Übersetzern literarischer und wissenschaftlicher Werke in Österreich

2. Einrichtungen zur Förderung und Ausbildung

Seit 1997 gibt es den Deutschen Übersetzerfonds e.V. "Seinen Zweck soll er insbesondere durch die Vergabe von Fördermitteln an Übersetzerinnen und Übersetzer erfüllen in Form von Arbeitsstipendien, Reise- und Aufenthaltsstipendien sowie durch Unterstützung von Initiativen und Projekten, die der Entwicklung der Übersetzungskunst förderlich sind."

Als eine engagiert fördernde Institution muss das LCB = Literarisches Colloquium Berlin mit seinen Übersetzerwerkstätten genannt werden.

Als "weltweit das erste internationale Arbeitszentrum für Literatur- und Sachbuch-Übersetzer" sieht sich das europäische Übersetzerkollegium Nordrhein-Westfaelen in Straelen. Als Auszeichnung und förderung zugleich kann die jeweils für 3 Monate währende Ernennung zum "Translator in residence" gelten.

3. Ehrungen und Preise

Hier ist zu vorderst zu nennen der Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung, gestiftet 1958 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Preisträger des Jahres 1998 war übrigens Gustav Just, Referent des V. Boltenhagener Bücherfrühlings.

Der Übersetzerpreis der Stiftung Kunst und Kultur des Landes Nordrhein-Westfahlen ist mit 25 000 Euro der höchst dotierte Preis für literarische Übersetzer und wird seit 2001 vergeben. Der erste Preisträger war Thomas Reschke, Referent beim V. Boltenhagener Bücherfrühling.

Engagiert sind mehrere Stiftungen. Genannt sei der Übersetzerpreis der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung in Hamburg. Daneben gibt es Preise, die Übersetzungen aus bestimmten Sprachen und Kulturkreisen fördern, so z.B. den Übersetzerpreis der Japan Foundation.

Es gibt mehrere regionale Ausschreibungen. Stellvertretend genannt seien die Förderstipendien der Freien und Hansestadt Hamburg.

Eine umfassendere Übersicht gibt eine Zusammenstellung des VdÜ!

 

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Erstellt am 20.12.2002Zuletzt geändert am 06.01.2003