Warum die Leute vom Jugendweiheverein mich 1992 angesprochen haben, ob ich die Festrede im Greifswald halten könne, das weiß ich nicht so genau. Sicher ist nur, dass auf solchen Gedanken keiner gekommen wäre, als der Sozialismus in der DDR noch Staatsreligion war.

Immerhin, wäre ich nicht angesprochen worden, hätte das Thema sich auch kaum in so vielen Texten niedergeschlagen.

Von 1993 an bis zum Wegzug aus Greifswald im Sommer 2000 habe ich alljährlich in ein bis zwei Feierstunden das gegeben, was ich für angemessen hielt: einen Beitrag zu einem Ritual, das nicht mehr aber auch nicht weniger ist als gemeinschaftsstifend. Und ich habe mich mit Anfeindungen auseinandergesetzt, die mir absurd und völlig kontraproduktiv erschienen. Das liegt nun alles hinter mir, und ich bin in einer Hinsicht auch ganz froh darüber: Mir sind langsam die Ideen ausgegangen.

So sah das i.J.2000 ausFestakt im Theater Greifswald während der Gratulation, am 29. April 2000<br>
© Foto: Jürgen Peters, Greifswald, 05/2000<br>
Aufgenommen am 29.4.2000 Bei der Gratulation

Zum Nachlesen

gibt es anbei meine erste und meine letzte Rede, einen Hörfunkbeitrag, den ich für den Kirchenfunk des Saarländischen Rundfunks gemacht habe, sowie Proben davon, wie ich versucht habe, im Dialog mit Kirchenleuten ein Stück Miteinander zu stiften.