Werner Dabringhaus führte die ca. 60 Zuhörer in populär bildhafter Anschaulichkeit durch die Geschichte der Klangaufzeichnung und -wiedergabe bis hin zu den Errungenschaften des dreidimensional aufgestellten 6-Kanal-aufnahme- und Wiedergabesystems, welches im Raum aufgebaut war. Während der Klangdemonstrationen wurde das Licht im Raum heruntergedimmt.
Surround-Ton ist ja schon längst aus den großen Kinos in die Fernsehstuben eingezogen. Aber was den Klangeffekten aufwändiger Filmproduktionen zur Wirkung verhelfen mag, ist dem vollendeten Musikgenuss längst nicht gewachsen. Und noch eine Eigenart verblüfft, wenn man erst mal drauf gestoßen wird. Der Klangraum der 5+1-Systeme ist flach, als wäre unsere Welt eine Scheibe.
Maximalisten wie Werner Dabringhaus war es noch nie um Klangeffekte und raffinierte Manipulationen zu tun. Sein und seines Partners Raimund Grimms Label MDG Musikproduktion war es von Anfang an, also seit dem vinylen Jahre 1979 darum zu tun, die aufgezeichnete Musik so zu reproduzieren,
dass der Raum, in dem sie gespielt wurde, auch dem Hörer der Reproduktion gegenwärtig wird. Mit der 2+2+2-Kanaltechnik nun ist das möglich. Wir dürfen also gespannt sein, ob und wie wir Tiefe und Höhe eines Konzertsaals nacherleben können, ob eine 30 m hohe Orgel in dieser ihrer grandiosen Dimension auf uns wirken wird. Freunde höchster Klangfidelität werden an diesem Abend sicher manche nützliche Erfahrung und aus Gesprächen mit den Fachleuten einige gute Ratschläge und Orientierungshilfen mitnehmen können.Dipl.Tonmeister Werner Dabringhaus gehört für Verein CLASS - Association of Classical Independents in Germany e.V. dem Vorstand des VUT e.V. = Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und Musikproduzenten an und ist als Lehrbeauftragter in der Tonmeisterausbildung an der Hochschule für Musik Detmold tätig.
Manfred Görgen ist Geschäftsführer der CLASS - Association of Classical Independents in Germany e.V.
Werner Dabringhaus und Manfred Görgen werden auf der Kieler Ohrenweide einen Abriß der faszinierenden Entwicklung der Klangaufzeichnungs- und Wiedergabeverfahren von Walze und Trichter bis hin zu den mehrkanaligen Digitalwundern von heute geben. Mehr dazu im Internet!
Hier noch eine sachkundige Pressestimme, "Neue Musikzeitung, 03/2002:
Authentisches Klangbild strebt (...) Werner Dabringhaus vom Label Dabringhaus und Grimm an. Der Tonmeister hat dafür ein spezielles Aufnahme-Wiedergabeverfahren entwickelt, dass jetzt unter dem Namen „2+2+2-recording“ patentiert wird (siehe auch nmz 02/01). Dabringhaus verzichtet bei seinem Verfahren auf den Subwoofer und der Center-Speaker, wie er fürs DVD-Surround-Homekino eingesetzt wird. Die beiden frei gewordenen Kanäle benutzt er für Boxen, die senkrecht oberhalb der beiden vorderen Hauptlautsprecher positioniert sind. Dadurch erreicht Dabringhaus eine realistische dreidimensionale Wiedergabe. Der Hörer kann tatsächlich die Schallquelle exakt in einem Raum orten und ist nicht – wie bei Stereo-Wiedergabe – auf einen einzigen Hörplatz festgelegt. Dabringhaus beklagt das fehlende Engagement der großen Labels, mit deren Hilfe ein kommerzieller Durchbruch der Audio-DVD viel schneller gelingen könnte. Im Moment gehen nur die kleinen Labels ins Risiko..."
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| Erstellt am 1.2.2003 | Zuletzt geändert am 12.09.2003 | Mail an den Seitenautor: Jürgen Trinkus! |